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“Die fremde Königin” (Band 2)- Rebecca Gablé

10. Juli 2018

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Gebundene Ausgabe: 768 Seiten

Verlag: Bastei Lübbe 

ISBN-10: 3431039774

ISBN-13: 978-3431039771

Wir schreiben das Jahr 951. Gaidemar ist ein berühmter Panzerreitter mit unbekannter Herkunft, denn er weiß nicht, wer sein Vater ist. Sein neuster Auftrag ist absolut gefährlich, denn er soll die italienische Königin Adelheid aus ihrer Gefangenschaft befreien und sie zum Königshof von König Otto bringen. Gaidemar wird durch die Rettungsaktion zu einem der engsten Vertrauten der Königin, sodass er unweigerlich in die gefährlichen Intrigen des Königlandes mit hineingezogen wird und er sich gefährlichen und blutrünstigen Gegnern stellen muss.

Ich bin noch ein absoluter Neuling in diesem Genre, habe jedoch schon einiges über die Autorin gehört und wahr daher sehr neugierig auf ihren neuesten Roman. Ich habe den Vorgängerband von „Die fremde Königin“ nicht gelesen. Ich hatte trotzdem keinerlei Probleme mich in dem Roman zurechtzufinden und konnte schnell in die spannende Story abtauchen. Die Autorin setzt kein Vorwissen voraus und geht auf vergangene zentralen Szenen geschickt ein. So lässt sie z. B. verschiedene Figuren über vergangene Ereignisse unterhalten, sodass man einen guten Einblick erhält.

Man Begleitet das Leben von Otto dem Großen und lernt dabei eine Vielzahl von interessanten Figuren kennen. Es ist eine Zeit des Umbruchs und die Geschichte ist nur so vor Intrigen, überraschende Allianzen, Tod und Gewalt gespickt. Dabei gelingt es der Autorin geschickt fiktive Figuren mit bedeutsamen historischen Figuren zu vermischen. Alle Charaktere wirken absolut authentisch und besitzen Ecken und Kanten. So erschient mir beispielsweise vor allem die Königin nicht immer sympathisch, da sie oft ihre eigenen Ziele verfolgt und sie dadurch stellenweise unnahbar wirkt. Gleichzeitig ist sie jedoch auch eine liebende Mutter, die sich um ihre Kinder sorgt. Diese unterschiedliche Charaktereigenschaften lassen die Figuren einfach authentisch wirken.

Der Schreibstil von Rebecca Gablé ist absolut mitreißend und zugleich der Zeit entsprechend. Ich bin über keine Formulierung gestoßen, die ich für die Zeit als unpassend empfand, dennoch wirkt die Geschichte nicht gestellt oder überzogen. Aufgrund dessen konnte ich mich einfach super in die Zeit hineinversetzten und wurde schnell von der spannenden Story mitgerissen.

Insgesamt konnte mich „Die fremde Königin“ absolut überzeugen und es wird definit nicht mein letzter Roman von der Autorin sein. Der Roman trotzt nur so vor spannenden Wendungen und auch die Figuren wirken allesamt sehr realistisch. Mein Ausflug in ein neues Genre war daher mehr als erfolgreich.

© Foto: Nona Nowak, Cover: Bastei Lübbe

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