Rezension

Jennifer L. Armentrout- „Erwachen des Lichts“

13. Juni 2017
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Preis: € 16,99 [D]
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 432
Meine Wertung: 2/6
Reihe: 1/3                                                                                                                                                                             ISBN: 978-3959670968                                                                                                                                                              Verlag: HarperCollins                                                                                                                                      Rezensionsexemplar

Josie führt ein recht normales Leben und erfüllt sich einen Traum: Sie studiert Psychologie. Doch als sie auf einen mysteriösen und gutaussehenden Typen trifft verändert sich ihr komplettes Leben, denn er behauptet, das Josie, die doch eigentlich nur unscheinbar sein möchte, eine Halbgöttin ist. Plötzlich liegt das Schicksal der ganzen Welt auf Josies Schultern, denn nur mit Hilfe von Josie können die Titanen besiegt werden. Josie muss jedoch nicht nur mit ihrer neuen Bestimmung kämpfen, sondern auch gegen ihre Gefühle für den mysteriösen Seth.

„Erwachen des Lichts“ ist mein erster Roman der Autorin und daher war ich sehr gespannt. Viele vergöttern die Autorin und so waren meine Erwartungen doch sehr hoch. Wichtig zu erwähnen ist noch, dass es sich hierbei um eine Spin- off der „Dämonentochter“ Reihe handelt. Wer sich also nicht selbst spoilern möchte und die „Dämonentochter“ Reihe unbedingt lesen möchte, sollte von „Erwachen des Lichts“ erstmal die Finger lassen. Obwohl ich die vorherige Reihe nicht gelesen habe, konnte ich sehr gut in die Geschichte einstiegen und alles nachvollziehen, denn die Autorin wiederholt die wichtigsten Infos aus der Reihe. Dadurch, dass Josie von Seth langsam in das Leben einer Halbgöttin eingeführt wird und sie sich damit überhaupt nicht auskennt, erhält man nach und nach die wichtigsten Infos, um die Welt zu verstehen.

Mich fasziniert die griechische Mythologie sehr, sodass ich mich sehr auf die Story gefreut habe. Ich hatte jedoch leider viel zu schnell das Gefühl, dass nicht der Olymp oder die Titanen im Vordergrund stehen, sondern vor allem die Beziehung zwischen Josie und Seth. Sicherlich gerade im ersten Band muss die Geschichte etc. erst aufgebaut werden, sodass oft nicht viel passiert und erstmal ein Grundstein gelegt werden muss. Die Beziehung und das hin und her von Josie und Seth nimmt jedoch so viel Raum ein, dass in der Geschichte gefühlt einfach nichts passiert. Trotz einigen actionreichen Szenen kommt die Geschichte einfach nicht weiter. Zudem wirkte auf mich die Geschichte von Anfang an zu konstruiert und ich konnte schon nach den ersten 30 Seiten sagen, wie der erste Band ausgehen wird.

Mein größter Kritikpunkt sind allerdings vor allem die Figuren. Seth ist einfach der absolute Klischee Badboy, schlimme Vergangenheit, schreckliche Eltern, ausschweifendes Sexleben und natürlich sieht er einfach fantastisch aus. Josie ist eher in sich gekehrt und eine graue Maus, die ihre Talente und ihr fabelhaftes Aussehen natürlich versteckt und erst durch Seth erkennt, dass sie schön und stark sein kann. Aus gefährlichen Situationen kann Josie jedoch trotzdem nur durch Seth gerettet werden… Positiv fand ich jedoch, dass Josie Seth nicht sofort alles geglaubt hat und eben nicht alles ohne zu Fragen hinnimmt, sondern erst einmal versucht Seth aus dem Weg zu gehen.

Der witzige Schlagabtausch zwischen Seth und Josie konnte mich hingegen positiv überraschen und hat mir das ein oder andere Mal ein Lächeln ins Geschichte gezaubert. Die Dialoge zwischen den Figuren bringen einfach etwas mehr Pfeffer in die Geschichte. Zudem gefiel es mir, dass die Geschichte aus der Sicht der beiden Protagonisten geschildert wird, sodass man einen ziemlich guten Einblick in die Gefühlswelt beider Figuren hat.

Insgesamt konnte „Erwachen des Lichts“ meinen Erwartungen leider nicht gerecht werden. Die Figuren wirkten auf mich einfach zu klischeehaft: Graue Maus und strahlender Held. Die Story schreitet einfach nicht wirklich voran und konnte mich daher nicht überzeugen.

©

  • Foto: Nona Nowak
  • Cover: HarperCollins
  • Kreise: Gimp/Nona Nowak
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